Bei Aktivierung der internen Suche werden personenbezogene Daten, wie beispielsweise Ihre IP-Adresse, an unsere Suchmaschine Cludo übertragen. Eine Datenübermittlung erfolgt damit an einen Drittstaat. Bitte klicken Sie hier, wenn die interne Suche angezeigt werden soll. Nähere Informationen zum Datenschutz finden Sie hier: Datenschutzerklärung.
Fieber ist eine natürliche Abwehrreaktion des Körpers auf verschiedene Krankheitserreger, da er sich bei höherer Temperatur besser gegen die Keime wehren kann. Der Fieberverlauf lässt sich dabei in folgende Stadien einteilen:
Beim Fieberanstieg verursachen Fieber auslösende Stoffe (Pyrogene) im Wärmeregulationszentrum des Gehirns eine Sollwerterhöhung der Körpertemperatur. Dies hat zur Folge, dass die Haut weniger durchblutet wird, wodurch auch die Wärmeabgabe des Körpers herabgesetzt wird. Die Haut kühlt ab und sieht blass aus (Kältegefühl). Gleichzeitig steigt die Wärmeproduktion durch z. B. Muskelzittern (Schüttelfrost) an.
In der Phase der Fieberhöhe ist der Sollwert erreicht. Haut und Schleimhäute sind trocken, heiss und gerötet. Die betroffene Person schwitzt, hat Kopf- sowie Gliederschmerzen und fühlt sich schwach. In diesem Stadium treten oft Appetitlosigkeit mit grossem Durstgefühl auf.
Beim Fieberabfall senkt das Temperaturregulationszentrum den Sollwert, weil z. B. keine Pyrogene mehr vorhanden sind. Da nun der Istwert zu hoch ist, erhöht der Körper die Wärmeabgabe, indem er die Hautdurchblutung erhöht. Es kommt zu einer Hautrötung und einem Hitzegefühl. Wichtig ist, dass die Temperatur nicht zu schnell (innerhalb von wenigen Stunden) abfällt, da dies den Organismus sehr belastet.
Zudem können verschiedene Fieberverlaufstypen unterschieden werden:
kontinuierliches Fieber, bei dem die Temperatur gleichbleibend hoch ist (ca. 38 °C – 39 °C). Schwankungen um 1 °C sind möglich. Vorkommen: z. B. Lungenentzündung, Scharlach.
remittierendes Fieber bedeutet, dass die Temperatur abends höher ist als morgens. Die Schwankungen betragen maximal 1,5 °C. Vorkommen: unter anderem bei Viruserkrankungen, Nierenbeckenentzündung, Blutvergiftung.
intermittierendes Fieber. Das Fieber wechselt sich im Tagesverlauf mit normalen Temperaturen ab. Die Schwankungen betragen mehr als 1,5 °C. Vorkommen: z. B. Blutvergiftung, Rippenfellentzündung.
rekurrierendes Fieber, auch Rückfallfieber oder periodisches Fieber genannt. Bei diesem dauern die Fieberschübe mehrere Tage und die fieberfreien Intervalle zwei bis 15 Tage an. Vorkommen: unter anderem Malaria, Borreliosen.
undulierendes Fieber hat einen wellenförmigen Verlauf, d. h. die Temperatur steigt langsam an, bleibt einige Tage auf hohem Niveau und fällt dann langsam wieder ab. Nach einigen fieberfreien Tagen oder Wochen wiederholt sich das Ganze. Vorkommen: Tumore etc.
biphasisches Fieber, bei dem die Temperaturerhöhung in zwei Phasen abläuft. Vorkommen: z.B. Masern, Hepatitis.
Im Gegensatz zu Fieber versucht der Körper bei einer Überwärmung (Hyperthermie) die normale Temperatur zu halten, kann aber seine überschüssige Wärme nicht nach aussen abgeben z.B. aufgrund einer zu warmen Kleidung.
Verschiedene Faktoren beeinflussen die Körpertemperatur des Menschen. Es ist daher ganz normal, dass diese nicht ganz konstant ist. Am niedrigsten ist sie in der zweiten Nachthälfte, steigt jedoch noch vor dem Aufwachen langsam an und erreicht ihren Höchststand in den Abendstunden. Teilweise sind Schwankungen von über einem Grad möglich. Auch Sport oder andere körperlichen Betätigungen lassen die Temperatur um etwa 2 °C steigen. Bei Frauen liegt die Körpertemperatur nach dem Eisprung bis zur Monatsblutung von Natur aus um etwa 0,5 °C höher als in der ersten Zyklushälfte.
Die normale Temperatur im inneren des Körpers beträgt etwa 37 °C. Diese lässt sich durch eine rektale Messung bestimmen. Dabei haben nicht alle Regionen des Körpers dieselbe Temperatur: Bereiche wie die Oberarme, Beine, Hände oder Füsse sind kälter als beispielsweise der Brustkorb oder das Gehirn. Aus diesem Grund ist beim Fiebermessen auch immer der Ort, an dem die Körpertemperatur bestimmt wurde, wichtig.
Mediziner unterscheiden folgende Abstufungen der Körpertemperatur (rektale Messung):
36,5 °C – 37,4 °C: normale Temperatur
37,5 °C – 38,0 °C: erhöhte (subfebrile) Temperatur. Mögliche Ursachen sind neben bakterielle oder virale Infektionen ein Hitzschlag oder intensiver Sport.
Fieber kann sehr unterschiedliche Gründe haben, wobei die Höhe der Temperatur selten einen Hinweis auf die Ursache oder Schwere der Krankheit ist. Entscheidend sind vielmehr der Allgemeinzustand sowie die sonstigen Beschwerden. Folgende Ursachen werden unterschieden:
infektiöses Fieber, welches durch Giftstoffe (Toxinen) von Bakterien, Viren und Pilze ausgelöst wird
Resorptionsfieber, das nach schweren Traumen, Operationen oder bei grossen offenen Wunden (z.B. Wundliegen) aufgrund des Abbaus von Zelltrümmern entsteht
zentrales Fieber. Ursache ist hier eine Schädigung des Wärmeregulationszentrums z.B. aufgrund einer Hirnblutung, sodass es dem Gehirn nicht mehr möglich ist, die Körpertemperatur richtig zu regeln.
Durstfieber. Es tritt vor allem bei Säuglingen aufgrund eines schweren Flüssigkeitsmangels auf. Das Durstfieber gehört jedoch eher zur Hyperthermie, da bei diesem die Wärmeabgabe gestört ist und nicht der Sollwert im Wärmeregulationszentrum verstellt ist.
toxisches Fieber als Reaktion auf körperfremdes Eiweiss z.B. nach Bluttransfusionen
Dreitagefieber bei Kleinkindern
Fieber bei einem akuten Schub einer Systemerkrankung, z.B. rheumatoide Arthritis
Fieber unbekannter Ursache, bei dem die Körpertemperatur länger als zwei bis drei Wochen erhöht ist.
Erhöhte Körpertemperatur ist keine Krankheit, sondern ein Zeichen dafür, dass der Körper sich mit einer Erkrankung auseinandersetzt. Eine vorschnelle Fiebersenkung kann daher die natürliche Abwehrreaktion des Körpers behindern. Sehr hohes Fieber dagegen kann gefährlich werden, da es Organe und Gewebe schädigt, und sollte daher abgesenkt werden. Ziel dieser symptomatischen Therapie ist es jedoch nicht, eine normale Körpertemperatur zu erreichen, sondern lediglich die Temperatur zu senken. Das ist sinnvoll bei
Temperaturen von 39,5 °C und höher (rektale Messung; Messungen im Mund, Achsel oder sind häufig ungenau) oder
einem stark beeinträchtigten Allgemeinzustand oder
der Gefahr des Auftretens von Fieberkrämpfen (Fiebersenkung bereits ab einer Temperatur von 38 °C) oder
einer starken Dehydrierung (Austrocknung).
Zur Fiebersenkung werden die Wirkstoffe Ibuprofen, Paracetamol sowie Acetylsalicylsäure eingesetzt. Letzteres sollte jedoch nur Erwachsenen verabreicht werden, da es bei Kindern und Jugendlichen gefährliche Leber- und Gehirnschäden (Reye-Syndrom) verursachen kann.
Da die erhöhte Körpertemperatur automatisch verschwindet, wenn die Grunderkrankung erfolgreich behandelt wurde, muss immer auch die Ursache des Fiebers therapiert werden. Antibiotika beispielsweise helfen bei bakteriellen Infektionen und Antipilzmittel (Antimykotika) bei durch Pilzen verursachte Infektionen. Ist die erhöhte Körpertemperatur die Folge einer Überhitzung z. B. aufgrund eines Hitzschlages, muss unter anderem die Wärmeabgabe über die Haut erhöht werden (Notfall). Eine solche Hyperthermie spricht in der Regel nicht auf fiebersenkende Mittel an.
Bei Fieber benötigt der Körper Schonung und Ruhe, um die Erreger der Krankheit bekämpfen zu können. Zudem können folgende Massnahmen helfen, um schnell wieder gesund zu werden:
Da der Körper pro 1 °C Temperaturanstieg 0,5 bis 1 Liter am Tag zusätzlich benötigt, sollten Betroffene viel trinken. Geeignet sind Mineralwasser, verdünnter Saft, Tee, Gemüse- oder Fleischbrühe.
Ein Zitronentrunk stärkt das Immunsystem. Hierfür wird der Saft einer Zitrone in 1/8 lauwarmen Wasser gemischt und mit ½ Teelöffel Honig gesüsst.
Auch Hühnerbrühe stärkt die Abwehrkräfte und liefert zudem Flüssigkeit.
Kräutertees mit verschiedenen Inhaltsstoffen helfen bei der Genesung. Mädesüssblüten und Weidenrinde beispielsweise enthalten einen schmerzlindernden sowie fiebersenkenden Wirkstoff und Ingwer tötet Bakterien und wirkt fiebersenkend.
Aufgrund des geringen Appetits bietet sich eine leicht verdauliche, fettarme, eiweiss- und kohlenhydratreiche Kost, wie z. B. Obst, Joghurt oder Quark, an.
Die weiteren Massnahmen richten sich nach dem Verlauf:
Bei Fieberanstieg: Unterstützen der Wärmebildung durch eine warme Umgebung, wärmende Decken, warme Brustwickel, Wärmflaschen und warmer Flüssigkeit, Kräutertees mit schweisstreibender Wirkung (Holunderblüten, Lindenblüten, schwarzer Holunder).
In der Phase der Fieberhöhe: Um einen Wärmestau zu verhindern, müssen Wärmespender entfernt, die Umgebungstemperatur gesenkt und leichte Kleidung und Bettwäsche verwendet werden. Kühle Fussbäder, Waschungen, Wadenwickel oder Auflagen auf z. B. Stirn unterstützen die Wärmeabgabe.
Bei Fieberabfall: weiterhin Wärmeabgabe unterstützen, leicht verdauliche Kost, verschwitzte Bettwäsche und Kleidung wechseln
Neben diesen existieren noch eine Vielzahl naturheilkundlicher Therapiemöglichkeiten wie Akupressur (z. B. dritter Weiler am Fuss), Akupunktur und Ayurveda.
Fieber wird normalerweise von weiteren Symptomen, wie Kopf-, Gliederschmerzen, Husten oder Schnupfen, begleitet. Ein Arztbesuch hängt daher auch von dem allgemeinen Krankheitsgefühl und der Schwere der zusätzlichen Beschwerden ab. Er ist immer dann sinnvoll, wenn das Fieber
über 39 °C (Erwachsene, Kinder) beziehungsweise über 38 °C (Babys unter drei Monate) steigt
länger als zwei Tage (Erwachsene, Kinder ab zwei Jahre) beziehungsweise einen Tag (Babys) anhält
bei Säuglingen dazu führt, dass sie das Trinken verweigern, ihre Hautfarbe sich verändert oder sie teilnahmslos wirken, unruhig sind oder kaum reagieren
schubweise oder immer wieder auftritt
sich seit dem letzten Arztbesuch verschlechtert hat
zusammen mit Beschwerden wie Luftnot oder einem „knisternden" Atemgeräusch
begleitet wird von z. B. Hautausschlag, Durchfall, Erbrechen, Bauchschmerzen oder einem steifen Nacken
zu einem Flüssigkeitsmangel führt
sich nach einem Zeckenbiss oder nach einem Auslandsaufenthalt entwickelt
durch Überhitzung verursacht wird (Notfall)
von neurologischen Störungen wie Benommenheit, Verwirrtheit, Bewusstlosigkeit begleitet wird (Notfall)
Auch in besonderen Situationen, wie z. B. bei Immunsuppression (Unterdrückung des Immunsystems), bei Immundefekten oder Krebserkrankungen, muss das Fieber ärztlich abgeklärt werden.
Alter der Person: Kinder entwickeln aufgrund ihres noch unreifen Immunsystems häufiger, Senioren dagegen seltener Fieber. Grund hierfür ist die nachlassende Leistungsfähigkeit der Abwehrkräfte. Beispielsweise entwickelt etwa ein Drittel der älteren Patienten bei einer Infektion kein Fieber. Dies verzögert die Diagnose und führt zu komplizierten Verläufen.
Gesundheitsstatus der Person. Begleiterkrankungen, wie Diabetes, Herzinsuffizienz oder Mangelernährung, können das Infektionsrisiko und damit die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Fieber erhöhen
bestimmte Berufe mit z. B. bei häufigem Kontakt zu erkrankten Personen
Einnahme bestimmter Arzneimittel, die Fieber auslösen können (Arzneimittelfieber)
Kontakt mit Infektionen z. B. durch Reisen oder den Kontakt mit infizierten Menschen beziehungsweise Tieren.
Ein direkter Schutz vor Fieber ist unmöglich, da der Körper bei Anwesenheit von Fieberauslösern (Pyrogenen) den Temperaturregler im Gehirn nach oben stellt und dadurch die Temperatur steigt. Da Fieber häufig die Folge einer Infektion mit Krankheitserregern ist, lässt sich das Risiko jedoch indirekt durch die Reduktion des Ansteckungsrisikos senken:
Wechselduschen, Bewegung an frischer Luft sowie einer ausgewogenen und vitaminreichen Ernährung stärken das Immunsystem, Stress, Schlafmangel und regelmässiger Alkoholkonsum schwächen es dagegen.
Vermeiden einer Unterkühlung, z. B. durch das Anziehen einer dem Wetter angepassten Kleidung
Verbesserung der Luftfeuchtigkeit durch regelmässiges Stosslüften. Ideal ist eine Luftfeuchtigkeit von etwa 50 %. Dies verhindert das Austrocknen der Atemwege.
Schleimhäute feucht halten durch eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme sowie dem Lutschen von möglichst zuckerfreien Bonbons.
Einhalten von Hygieneregeln, wie z. B. in die Armbeuge husten/niesen oder Hände waschen
Verwenden von Moskitonetzen und das Tragen von langer Kleidung beugen Infektionskrankheiten vor, die durch Insekten übertragen werden
Impfungen, z. B. gegen Grippe, Keuchhusten oder Pneumokokken.
Vor Rheuma, bestimmten Krebsarten oder anderen Hyperthermie-auslösenden Erkrankungen gibt es keinen wirklichen Schutz.
Fieber gehört zu den häufigsten Krankheitssymptomen bei Kindern. Meistens ist jedoch nur eine harmlose Virusinfektion der Grund für die erhöhte Körpertemperatur, mit der der Körper ganz alleine fertig wird. Innerhalb von zwei bis drei Tagen sind die Kleinen wieder gesund. Nur selten hat das Kind eine ernste Erkrankung wie z. B. eine bakterielle Entzündung, die ärztlich behandelt werden muss.
Ursache für Fieber bei Kindern können z. B. sein:
Eine Infektion mit Viren oder Bakterien wie eine Erkältung, Dreitagefieber, Windpocken. Neugeborene oder sehr junge Säuglinge fehlt manchmal das Fieber komplett. In der Regel weisen jedoch Symptome wie eine ungewöhnliche Trinkunlust, Trägheit oder eine veränderte Hautfarbe auf die Erkrankung hin.
Eine Impfung, bei der das kindliche Immunsystem Abwehrstoffe gegen den Erreger entwickelt
Bei Babys: Zahnen
Sonnenbrand oder Hitzschlag, Sonnenstich (eigentlich kein Fieber, sondern Hyperthermie)
Toben oder eine zu warme Kleidung, da Kinder bei Wärme weniger sowie später Schwitzen als Erwachsene (eigentlich kein Fieber, sondern Hyperthermie)
Durstfieber, bei dem die Körpertemperatur aufgrund einer zu geringen Flüssigkeitszufuhr steigt. Dies kann auch nach Erbrechen oder Durchfall passieren (eigentlich kein Fieber, sondern Hyperthermie)
Selten: Lungen- oder Hirnhautentzündung, Gelenk- oder Knochenmarksinfektion, Blinddarmentzündung
Sehr selten: Stoffwechsel- oder rheumatische Erkrankungen, Lebensmittel- und Medikamentenallergie.
Hohes Fieber über 39,5 °C beeinträchtigen das Allgemeinbefinden sowie den Kreislauf des Kindes und schwächen es. Zur Fiebersenkung bewährt hat sich der Wirkstoff Paracetamol, wobei die Dosierungsempfehlung auf keinen Fall überschritten werden sollte (Gefahr einer Vergiftung, die ein akutes Leberversagen verursacht). Acetylsalicylsäure kann bei Kindern und Jugendlichen gefährliche Leber- und Gehirnschäden (Reye-Syndrom) verursachen und sollte deswegen nicht gegeben werden.
Neigen die Kinder zu Fieberkrämpfen, kann auch schon bei einer Temperatur über 38 °C das Fieber mithilfe von Arzneimitteln gesenkt werden – obwohl dies nicht wirklich Krämpfen vorbeugen kann.
Erhöhte Körpertemperatur während der Schwangerschaft ist bis 38 °C in der Regel nicht gefährlich. Bettruhe, ausreichend Trinken und eventuell Wadenwickel sind ausreichend. Hohes oder lang anhaltendes Fieber sollte jedoch ärztlich abgeklärt werden. Zur Fiebersenkung eignet sich der Wirkstoff Paracetamol, der nach bisherigem Kenntnisstand das ungeborene Kind nicht schädigt. Die Dosierung sollte mit dem Gynäkologen besprochen werden.
Die einfachste Methode, um herauszufinden, ob jemand erhöhte Temperatur hat, ist das Fühlen. Hierfür berührt man die Stirn des Patienten mit einer temperaturempfindlichen Stelle, wie dem Handrücken. Fühlt diese sich heiss an, hat der Betroffene Fieber. Diese Methode funktioniert allerdings nur bei anderen, nicht bei einem selbst. Des Weiteren deuten ein erhöhter Puls, gerötete Wangen sowie Müdigkeit auf eine erhöhte Temperatur hin. Doch sowohl das Messen ohne Geräte als auch das Beobachten der Begleiterscheinungen geben nur einen vagen Anhaltspunkt. Zur genauen Einschätzung ist daher ein Fieberthermometer nötig.
Am besten eignet sich zum Fiebermessen ein digitales Thermometer (elektronisches Kontaktthermometer). Diese sind sehr zuverlässig – vor allem wenn die Temperatur im Po (After) bestimmt wird (rektale Messung). Sollte dies nicht möglich sein, ist auch eine Messung im Mund unter der Zunge relativ genau. Allerdings sollten die Kinder hierfür vier Jahren und älter sein. Heisse oder kalte Getränke können die Messung verfälschen und sollten daher vermieden werden. Temperaturmessungen unter der Achsel sind zwar angenehmer, dafür aber auch ungenauer. Im Durchschnitt sind die gemessene Werte um etwa 0,5 °C niedriger als die eigentliche Körpertemperatur. Manchmal sind auch Abweichungen von bis zu 2 °C möglich, insbesondere dann, wenn sich die betroffene Person viel bewegt.
Ohrthermometer stellen eine gute Alternative zur rektalen Messung, allerdings sind sie deutlich teurer als Digitalthermometer. Sie messen innerhalb von Sekunden die Temperatur am Trommelfell (Infrarotstrahlen). Bei Mittelohrentzündungen sind Ohrthermometer daher ungeeignet. Die gemessenen Werte liegen im Durchschnitt etwa 0,3 °C unter der eigentlichen Körpertemperatur. Stirn- oder Schläfenthermometer funktionieren ebenfalls über Infrarot, es gibt sie aber auch als Flüssigkristall- oder chemische Thermometer. Nachteil dieser Methode ist, dass beispielsweise Schweiss auf der Haut die gemessenen Werte beeinflussen kann.