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Akute Bronchitiden gehören zu den häufigsten Erkrankungen der Atemwege. Durch verschiedene Reize (z. B. Viren, Reizgas, Allergene) entzündet sich die Schleimhaut der unteren Atemwege (Bronchien). Von der akuten Bronchitis zu unterscheiden ist die chronische Bronchitis, bei der die Bronchien dauerhaft entzündet sind, was einen Husten mit Auswurf zur Folge hat.
Typisches Symptom einer akuten Bronchitis ist ein unangenehmer und hartnäckiger Husten. Dieser ist in den ersten Krankheitstagen meist trocken und tritt in der Regel nachts oder kurz nach dem Aufstehen auf. Manchmal verspüren die Patienten beim Husten und tiefen Einatmen Schmerzen hinter dem Brustbein. Tritt die akute Bronchitis im Rahmen einer viralen Infektion auf, kommen typische Erkältungsbeschwerden wie Fieber, Halsschmerzen, Heiserkeit, Schluckbeschwerden, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Schnupfen und Abgeschlagenheit hinzu.
Nach einigen Tagen geht der Reizhusten in einen produktiven Husten mit klarem bis weisslichem, zähem Auswurf über. Dauert die akute Bronchitis länger als etwa zehn Tage, verändert sich häufig die Krankheit. Grund ist eine bakterielle Zusatzinfektion (Superinfektion). Der Auswurf verfärbt sich dann gelblich bis grünlich, Geräusche beim Atmen (Rasseln, Giemen) oder Atemnot können auftreten. Ärzte sprechen in so einem Fall von einer obstruktiven oder spastischen Bronchitis.
In neun von zehn Fällen ist eine akute Bronchitis die Folge einer viralen Infektion der oberen Atemwege, die sich nach „unten" ausgebreitet hat. Als Erreger kommen bei Erwachsenen vor allem Influenza-, Parainfluenza-, aber auch Rhino-, Adeno- und Coronaviren infrage. Durch Einatmen gelangen diese in die Bronchien, wo sie die Zellen der Schleimhaut schädigen und sich vermehren. Der Körper reagiert hierauf mit einer Entzündung. Zudem schalten die Viren die Flimmerhärchen aus, so dass diese Schleim und Krankheitserreger nur noch langsam oder überhaupt nicht mehr aus den Bronchien entfernen können. In den Bronchien bildet sich vermehrt Flüssigkeit und Schleim, der mit Husten, dem Hauptsymptom bei der Atemwegsentzündung, aus dem Körper entfernt werden soll. Gleichzeitig ist der Husten jedoch auch eine Folge der gereizten Schleimhäute.
Eine akute Bronchitis kann auch weitere Ursachen haben.
Manchmal: bakterielle Bronchitis folgt einer viralen Infektion. Mediziner sprechen dann von einer bakteriellen Zweit- oder Superinfektion. Die häufigsten Erreger sind Streptokokken, Haemophilus und Chlamydien.
Selten: bakterielle Bronchitis folgt einer bakteriellen Infektion (bakterielle Superinfektion). Sie tritt vor allem bei einer vorbestehenden Grunderkrankung oder schlechter Abwehrlage auf.
Infektionen mit Pilzen wie Candida, insbesondere bei Patienten mit Abwehrschwäche, z. B. bei Immunsuppression
allgemeine Viruserkrankungen wie z. B. Masern, Keuchhusten (Pertussis), Diphterie oder Scharlach
Inhalation von Reizgasen wie Ammoniak, Salzsäure, Ozon, Kohlenwasserstoffe, Schwefeldioxid, Nitrosegase
Die unkomplizierte akute Bronchitis heilt in der Regel auch ohne medizinische Behandlung aus. Die zur Verfügung stehenden Arzneimittel lindern den Husten sowie die Erkältungsbeschwerden, können den Krankheitsverlauf jedoch nicht wirklich beeinflussen:
Schleimlöser (Expektoranzien), die sich in Mukolytika, Sekretomotorika und Sekretolytika einteilen lassen. Erstere verflüssigen den zähen Schleim in den Bronchien, so dass er leichter abgehustet werden kann. Sekretomotorika fördern den Abtransport des Schleims aus den Bronchien, indem sie die Tätigkeit der Flimmerhärchen anregen. Sekretolytika verringern die Zähigkeit (Viskosität) des Schleims. Zu ihnen gehören z. B. ätherische Öle aus Thymian oder Pfefferminze. Schleimlöser sollten nur dann eingenommen werden, wenn der gebildete Schleim auch abgehustet werden kann. Ihre Wirkung konnte in wissenschaftlichen Studien nicht bestätigt werden.
Hustenstiller unterdrücken den Hustenreiz. Sie können sinnvoll sein, wenn der heftige Reizhusten trocken ist und durch häufige Attacken die Schleimhaut schädigt. Derlei Arzneimittel dürfen nicht zusammen mit Schleimlöser eingenommen werden. Zudem ist die Anwendungsdauer auf eine Woche beschränkt.
Abschwellende Nasentropfen, welche die Blutgefässe verengen und dadurch abschwellend wirken. Diese Arzneimittel dürfen nicht länger als sieben Tage angewendet werden, da ansonsten Gewöhnungseffekte eintreten und die Nasenschleimhaut beim Nachlassen der Arzneimittelwirkung umso stärker anschwillt (Privinismus).
Fieber- und schmerzlindernde Mittel.
Folgende Therapieoptionen kommen infrage, wenn die Atemwegsentzündung nicht durch Viren ausgelöst wurde:
bronchienerweiternde Substanzen bei verengten Atemwege (Atemwegsobstruktion), wie sie z.B. bei Asthma bronchiale auftreten.
Gabe von inhalativen Glukokortikoiden nach der Inhalation eines Reizgases oder bei Asthma bronchiale
Eine standardisierte naturheilkundliche Therapie gibt es nicht, jedoch eine Reihe unterstützender Massnahmen. Bei akuter Bronchitis empfiehlt es sich
in den ersten Erkrankungstagen Bettruhe zu halten, körperliche Anstrengung, Stress sowie sonstige Belastungen zu vermeiden und ausreichend zu schlafen
sich später, abhängig vom Allgemeinzustand, an frischer Luft zu bewegen
Tabakrauch sowie das Einatmen von Staub oder anderen Schadstoffen zu vermeiden
leichte, vitaminreiche Kost zu sich zu nehmen
regelmässig zu lüften und auf eine ausreichende Luftfeuchtigkeit zu achten, denn trockene Luft fördert das Austrocknen der Schleimhäute. Dies beeinträchtigt jedoch die Tätigkeit der Flimmerhärchen (Zilienbewegung). Zugluft und Auskühlen müssen allerdings vermieden werden.
mithilfe der richtigen Technik den Reizhusten zu bremsen. Hierfür wird die Luft beim Einatmen angehalten und dann oberflächlich weiter geatmet. Zudem hilft bei starkem Hustenreiz das Anhusten gegen die geschlossenen Lippen bzw. das Beissen auf die Oberlippe. Schnelle, tiefe Atemzüge sind bei einem Hustenanfall dagegen ungünstig und sollten vermieden werden.
Folgende Hausmittel können quälenden Hustenreiz lindern sowie zähen Schleim lösen:
Thymian
Das Trinken ausreichender Mengen an Wasser oder Tee löst das zähe Sekret und unterstützt die Wirkung der schleimlösenden Medikamente. Zudem befeuchtet die Flüssigkeit die Schleimhaut im Mund-Rachenraum und mildert so den Hustenreiz. Arzneitees mit Thymian, Anis und Schlüsselblume wirken zusätzlich schleimlösend und erleichtern das Abhusten. Bei quälendem Husten helfen Kräuter mit hustenreizlindernden Eigenschaften wie Spitzwegerich, Efeu oder Eibisch. Nicht empfohlen wird eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr, da es insbesondere bei Infekten der unteren Atemwege zu einer Hyponatriämie (zu wenig Natrium im Blut bzw. Blutserum) kommen kann.
Dampfsaunen, Dampfbäder sowie das Inhalieren von Wasserdampf bringen grosse Wärmemengen an die Schleimhaut der Atemwege, wodurch manche Viren am Krankheitsbeginn abgetötet werden können. Dem heissen Wasser können beispielsweise entzündungshemmende Kamillenblüten oder schleimlösende ätherische Öle (Eukalyptus, Thymian, Kiefernadeln) zugesetzt werden. Diese Zusätze werden allerdings bei kleinen Kindern, Menschen mit einer Allergie beziehungsweise oder Asthmaerkrankung nicht empfohlen. Salzzusätze sind wirkungslos, da Salzlösungen nicht verdampfen. Hierfür wird ein elektrisches Inhalationsgerät benötigt.
Das Inhalieren von Salzen mit speziellen Inhalationsgeräten kann den festsitzenden Schleim in der Nase sowie in den Bronchien lösen.
Erkältungssalben mit stark riechenden ätherischen Ölen können das Atmen erleichtern. Bei Säuglingen dürfen sie jedoch nicht angewendet werden, da das Risiko eines Atemstillstands besteht. Vorsicht ist auch bei Allergie oder Asthma geboten.
Wiederholte Bestrahlungen mit Rotlicht unterstützen die Heilung. Die Wärme verflüssigt den zähen Schleim und hilft gegen die Entzündung (Sicherheitsabstand zur Lampe beachten und Schutzbrille verwenden, da Infrarotstrahlen die Augen schädigen können).
Zwiebelsaft enthält ätherische Öle, schwefelhaltige Verbindungen und Flavonoide, die Krankheitserreger abtöten können und antientzündlich wirken.
Das Abklopfen der Brust kombiniert mit speziellen Lagerungen (z. B. Drainagelagerung) kann Hustenschleim lockern.
Brustwickel mit Kartoffeln oder Leinsamen, da sie vermutlich die Zunahme der Körperwärme beschleunigen. Dadurch können Antikörper besser gebildet werden, so dass sich auch die Immunabwehr verbessert. Desweiteren entspannen die Wickel, wirken krampf- sowie schleimlösend und lindern den Hustenreiz.
Brust- oder Rückeneinreibungen mit Lavendel- oder Thymianöl lösen festsitzenden Schleim und lindern den Hustenreiz. Allerdings können manche dieser Substanzen die Schleimhaut reizen und Asthmaanfälle auslösen.
Ebenso mildert das Lutschen von Bonbons mit Eibisch, Primelwurzel oder Spitzwegerich (Schleimstoffdrogen) quälenden Husten.
Ein weiteres Hausmittel bei Reizhusten ist Honig pur oder im warmen Wasser gelöst. Für Kinder unter einem Jahr ist Honig allerdings nicht geeignet, da Säuglinge durch die Bakterien im Honig an dem lebensgefährlichen Säuglingsbotulismus erkranken können.
Vorsicht:Menschen mit Herz-Kreislauf-, Nieren-, Lungen- oder neurologischen Erkrankungen sollten vor der Anwendung von Hausmitteln ihren Arzt um Rat fragen. Das gleiche gilt bei kleinen Kindern.
Auch folgende Methoden können bei der Genesung helfen:
Efeu
homöopathische Wirkstoffe sowie Komplexmittel mit mehreren Homöopathika oder Schüsslersalze.
pflanzliche Präparate, auch als Wirkstoffkombination. Eingesetzt werden z.B. Extrakte aus Pelargonien (Pelargonium sidoides), Efeu (Hedera helix), Thymian (Thymus vulgaris) oder Schlüsselblume (Primula veris).
Normalerweise verläuft eine akute Bronchitis komplikationslos und heilt ohne ärztliche Behandlung problemlos aus. Der trockene Reizhusten kann allerdings bis zu acht Wochen anhalten. In der Regel entwickelt sich aus einer akuten Bronchitis auch keine chronische Bronchitis. Dennoch sind in seltenen Fällen folgende Komplikationen möglich:
Superinfektion mit Bakterien, da sich auf den durch die Viren geschwächten Bronchien Bakterien besser ansiedeln. Ebenso haben Menschen mit chronischen Bronchien- und Lungenerkrankungen aufgrund des geschädigten Gewebes ein erhöhtes Risiko für eine bakterielle Zweitinfektion.
Lungenentzündung (Pneumonie). Gefährdet sind insbesondere Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder mit einer chronischen Herz- oder Lungenerkrankung. In so einem Fall greift die Entzündung von der Bronchialschleimhaut auf das Lungengewebe über.
plötzliche Verschlechterung der Grunderkrankung (Exazerbation) bei bestehender COPD oder bestehendem Asthma
Verschlimmerung bestehender Vorerkrankungen wie z.B. Herzinsuffizienz oder COPD
Bronchiolitis obliterans bei kleinen Kindern. Dies ist eine schwerwiegende, von RS-Viren (Respiratory-Syncytial-Viren) verursachte Erkrankung, bei der sich die mikroskopisch kleinen Ästchen der Atemwege (Bronchiolen) entzünden und auch verschliessen können. Beim Abheilen können winzige Narben bestehen bleiben und die Atmung beeinträchtigen. Solche Kinder haben später einmal ein erhöhtes Risiko für unter anderem COPD.
bei Viruserkrankungen wie z. B. Masern oder Keuchhusten: weitere Komplikationen möglich
sich die akute Bronchitis nach ein bis zwei Wochen Selbstbehandlung nicht deutlich bessert
ein starkes Krankheitsgefühl auftritt
Symptome wie hohes Fieber, Nachtschweiss, Atembeschwerden, Schmerzen beim Atmen, blutiger Auswurf, Blaufärbung der Lippen usw. hinzukommen
starke Hustenanfälle oder auffällige Atemgeräusche wie Keuchen auftreten
der Patient bereits unter einer chronischen Erkrankung wie z. B. Asthma, COPD, Mukoviszidose oder Lungenfibrose leidet.
die Ursache der akuten Bronchitis nicht in einer viralen Erkrankung liegt
es sich um Schwangere, kleine Kinder, Menschen mit geschwächten Immunsystem oder Senioren handelt.
Erkranken Erwachsene häufiger als viermal und Kinder mehr als sechs- bis zehnmal im Jahr an Bronchitiden, empfiehlt sich ebenfalls ein Arztbesuch, um schwerwiegendere Krankheitsursachen wie Lungenfibrose, Aussackungen der Bronchien (Bronchiektasen), eine Immunschwächekrankheit, einen Bronchialtumor oder Lungenembolien auszuschliessen. Die häufigste Ursache wiederkehrender Bronchitiden ist ein oft unerkanntes Asthma bronchiale.
Sind die Bronchien bereits vorbelastet, geschwächt oder gereizt, können sie Krankheitserreger schlechter abwehren und sind so besonders anfällig für Entzündungen. Luftverschmutzung durch Feinstaub, Abgase oder Tabakrauch begünstigen daher die akute Atemwegserkrankung ebenso wie bereits bestehende, chronische Bronchien- oder Lungenerkrankungen (z.B. Mukoviszidose). Ebenso erhöhen Kälte, trockene Luft, wie sie in beheizten oder klimatisierten Räumen häufig zu finden ist, sowie alles, was das Immunsystem schwächt, das Erkrankungsrisiko (siehe auch unter „Vorbeugen").
Da eine akute Bronchitis fast immer die Folge eines viralen Infekts der oberen Atemwege ist, lässt sich das Erkrankungsrisiko gleichzeitig mit dem Vorbeugen von viralen Infekten senken.
Stärken des Immunsystems durch z. B. Wechselduschen, Bewegung an frischer Luft sowie einer ausgewogenen und vitaminreichen Ernährung. Stress, Schlafmangel und regelmässiger Alkoholkonsum erhöhen das Erkrankungsrisiko, da sie die Abwehrkräfte schwächen.
Vermeiden einer Unterkühlung, d. h. eine dem Wetter angepasste Kleidung tragen
ausreichend trinken und das Lutschen von möglichst zuckerfreien Bonbons. Beides hält die Schleimhäute feucht, so dass es Krankheitserreger schwerer haben.
regelmässiges Stosslüften in Wohnräumen verbessert die Luftfeuchtigkeit. Eine Luftfeuchtigkeit von etwa 50 Prozent verhindert das Austrocknen der Atemwege.
Das Einhalten der Hygieneregeln, wie z. B. Abstandhalten zu erkälteten Personen oder in die Armbeuge husten/niesen, reduziert das Erkältungsrisiko.
Unklar ist noch, ob unter anderem Vitaminpräparate, Probiotika oder pflanzliche Arzneimittel akute Atemwegsinfektionen vorbeugen können.
Bei Säuglingen und Kleinkindern sind die Atemorgane noch nicht völlig ausgereift. Eine akute Bronchitis geht daher oftmals mit einer Verengung der Atemwege (Atemwegsobstruktion) einher. Zudem tritt sie oftmals auch zusammen mit Masern oder Keuchhusten auf. Kindern, die häufig an Infekten erkranken, wird zur Vorbeugung ein Kuraufenthalt am Meer empfohlen. Das Einatmen der salzhaltigen Luft führt zu einer stärkeren Durchblutung der Schleimhäute und löst den zähen Schleim. Unterstützen lässt sich dieser Effekt zudem durch die Inhalation von Meerwasser. An der Nord- und Ostsee ist die Luft zudem allergen- und schadstoffarm. Wieder daheim angekommen, gilt es, den positiven Effekt möglichst zu erhalten und die Kinder von z. B. Tabakrauch fernzuhalten.
In der Regel besteht bei einer einfachen akuten Bronchitis kein grösseres Risiko für Mutter und Kind. Dennoch sollten Schwangere bei einer Infektion einen Arzt aufsuchen, um schwere Erkrankungen auszuschließen. Zudem kann der Arzt geeignete, auch in dieser besonderen Situation anwendbare Medikamente empfehlen.
Eine akute Bronchitis tritt meist während oder nach einer Erkältung auf und wird durch verschiedene Viren, seltener durch Bakterien hervorgerufen. Die Ansteckung erfolgt durch Tröpfcheninfektion: Kleinste Tröpfchen mit Krankheitserreger aus dem Rachenraum oder dem Atmungstrakt gelangen beim Niesen, Husten oder Sprechen in die Luft und können von anderen Menschen eingeatmet oder direkt über die Schleimhäute der oberen Atemwege (z. B. via Kuss) aufgenommen werden. Desweiteren ist eine Ansteckung über den direkten Kontakt mit verkeimten Oberflächen wie z. B. Türklinken möglich. In so einem Fall gelangen die Viren von den Händen über die Nase, den Mund oder die Augen in den Körper. Reichen die Abwehrkräfte nicht aus, um die Eindringlinge rechtzeitig abzuwehren, erkrankt die betroffene Person.
Die Ansteckungsgefahr ist im Winter und Frühjahr besonders hoch, da nasskaltes Wetter und trockene Heizungsluft die Verbreitung erleichtern. Die Inkubationszeit, also die Zeit von der Ansteckung bis zum Beginn der Erkrankung, variiert von Erreger zu Erreger. Bei Erkältungsviren liegt sie zwischen einem und sechs Tagen. Doch bereits ein bis zwei Tage vor Ausbruch der ersten Symptome – so die Vermutung der Wissenschaftler – ist man ansteckend. Sie kann bis zu 14 Tage infektiös sein, wobei das Erkrankungsrisiko für andere Menschen in den ersten zwei bis drei Tagen nach Beschwerdebeginn am grössten ist.
Nicht ansteckend sind dagegen akute Bronchitiden, die nicht durch Viren oder Bakterien verursacht wurden, sondern die z. B. durch das Einatmen von Gasen oder aufgrund einer Allergie ausgelöst wurden.