Frau mit Schnupfen auf dem Sofa

Schnupfen: Was bei laufender oder verstopfter Nase hilft

Schnupfen entsteht, wenn sich die Nasenschleimhaut entzündet und anschwillt. Die Nase läuft, ist verstopft oder wechselt zwischen beiden Zuständen. Häufig ist Schnupfen eines der ersten Anzeichen einer Erkältung.

Ausreichend Flüssigkeit, eine angenehme Raumluft und eine schonende Nasenpflege können die gereizte Schleimhaut unterstützen.

Was ist Schnupfen?

Schnupfen wird medizinisch als Rhinitis bezeichnet. Dabei reagiert die Nasenschleimhaut mit einer Entzündung, Schwellung und verstärkter Sekretbildung.

Die Nasenschleimhaut hat wichtige Aufgaben. Sie:

  • erwärmt die eingeatmete Luft
  • befeuchtet die Atemluft
  • filtert Staub und andere Partikel
  • unterstützt die Abwehr von Krankheitserregern
  • ermöglicht den Geruchssinn

Ist die Schleimhaut geschwollen, wird die Nasenatmung erschwert. Dadurch atmen viele Menschen vermehrt durch den Mund, was Hals und Rachen zusätzlich austrocknen kann.

Typische Beschwerden

Ein Erkältungsschnupfen kann sich unterschiedlich bemerkbar machen:

  • Kribbeln oder Brennen in der Nase
  • häufiges Niesen
  • laufende Nase
  • wässriges oder später zäheres Sekret
  • verstopfte Nase
  • eingeschränkter Geruchssinn
  • erschwerte Nasenatmung
  • Druckgefühl im Kopf
  • gereizte Haut rund um die Nasenlöcher
  • Müdigkeit und allgemeines Unwohlsein

Im Verlauf einer Erkältung können Halsschmerzen, Husten, Heiserkeit oder leichtes Fieber hinzukommen.

Laufende oder verstopfte Nase?

  • Laufende Nase

    Zu Beginn einer Erkältung bildet die Nasenschleimhaut häufig dünnflüssiges Sekret. Die Nase läuft, und häufiges Niesen kann hinzukommen.

    Das Sekret hilft dabei, Fremdstoffe und Krankheitserreger aus der Nase abzutransportieren.

  • Verstopfte Nase

    Durch die Entzündung erweitern sich die Blutgefässe in der Nasenschleimhaut. Das Gewebe schwillt an, und die Luft kann schlechter durch die Nase strömen.

    Eine verstopfte Nase kann besonders nachts belastend sein und den Schlaf beeinträchtigen.

Wie verläuft ein Erkältungsschnupfen?

Ein Erkältungsschnupfen entwickelt sich häufig in mehreren Phasen:

  1. Die Nase kribbelt oder brennt, häufiges Niesen beginnt.
  2. Die Nase läuft, das Sekret ist meist dünnflüssig.
  3. Die Schleimhaut schwillt stärker an, die Nase wird verstopft.
  4. Das Sekret kann zäher werden.
  5. Die Beschwerden lassen nach, und die Nasenatmung normalisiert sich.

Die genaue Dauer und Ausprägung sind individuell. Halten die Beschwerden ungewöhnlich lange an oder verschlimmern sie sich nach einer ersten Besserung, sollte die Ursache abgeklärt werden.

Erkältungsschnupfen oder allergischer Schnupfen?

Eine laufende oder verstopfte Nase kann auch durch eine Allergie ausgelöst werden.

  • Erkältungsschnupfen

    Typisch sind:

    • allmählicher Beginn
    • Halsschmerzen oder Husten
    • allgemeines Krankheitsgefühl
    • teilweise erhöhte Temperatur
    • Veränderung der Beschwerden im Verlauf weniger Tage
  • Allergischer Schnupfen

    Mögliche Hinweise sind:

    • plötzlich auftretende Beschwerden
    • häufige Niesanfälle
    • starkes Jucken in Nase oder Augen
    • tränende Augen
    • klares, wässriges Nasensekret
    • Beschwerden zu bestimmten Jahreszeiten oder bei Kontakt mit Auslösern

    Die Beschwerden allein erlauben nicht immer eine eindeutige Unterscheidung. Wiederkehrender oder länger anhaltender Schnupfen sollte fachlich abgeklärt werden.

Frau im Bett, die sich die Nase schnäuzt

Was hilft bei Schnupfen?

Ausreichend trinken

  • Wasser und ungesüsste Tees unterstützen die Flüssigkeitsversorgung und helfen, Mund und Rachen feucht zu halten.

Regelmässig lüften

  • Frische Luft und eine angenehme Raumtemperatur können gereizte Schleimhäute entlasten. Überheizte und sehr trockene Räume sollten vermieden werden.

Ruhe und Schlaf

  • Ein Atemwegsinfekt beansprucht den Körper. Ausreichend Schlaf und eine vorübergehend reduzierte körperliche Belastung unterstützen die Erholung.

Kopf leicht erhöht lagern

  • Bei einer verstopften Nase kann es angenehm sein, den Oberkörper beim Schlafen etwas höher zu lagern.

Naseneingang pflegen

  • Häufiges Schnäuzen kann die Haut rund um die Nasenlöcher reizen. Eine milde, gut verträgliche Pflege kann helfen, die empfindliche Haut zu schützen.

Frau im Bett, die sich die Nase schnäuzt

Die Nase richtig schnäuzen

Zu starkes Schnäuzen erzeugt hohen Druck in der Nase. Sinnvoller ist es, vorsichtig und jeweils nur ein Nasenloch zu reinigen.

So geht es:

  1. Ein Nasenloch leicht zuhalten.
  2. Durch das andere Nasenloch vorsichtig ausschnauben.
  3. Anschliessend die Seite wechseln.
  4. Ein weiches Taschentuch verwenden.
  5. Die Haut rund um die Nase danach bei Bedarf pflegen.

Das Sekret sollte nicht mit starkem Druck nach hinten gezogen werden.

Frau spült ihrer Nase

Nasenspülung bei Schnupfen

Eine Nasenspülung mit geeigneter Kochsalzlösung kann Sekret lösen, die Nasenschleimhaut befeuchten und Partikel aus der Nase entfernen.

Für die Anwendung sollte:

  • eine dafür vorgesehene Nasendusche verwendet werden
  • die Salzlösung nach Anleitung zubereitet werden
  • das Gerät nach jeder Anwendung gereinigt werden
  • die Anwendung abgebrochen werden, wenn Schmerzen oder Nasenbluten auftreten

Bei vollständig blockierter Nase, häufigem Nasenbluten oder Erkrankungen im Nasen- und Ohrenbereich sollte vor der Anwendung fachlicher Rat eingeholt werden.

Person sitzt mit einer Schüssel für eine Dampfinhalation unter einer Decke auf einem Bett.

Inhalieren

Feuchter Wasserdampf kann trockene Schleimhäute als angenehm empfunden werden. Sicherer als das Inhalieren über einer offenen Schüssel ist ein geeigneter Inhalator.

Das Wasser darf nicht zu heiss sein. Besonders bei Kindern besteht sonst die Gefahr von Verbrühungen.

Ätherische Öle sollten nicht unverdünnt in die Nase gegeben werden. Für kleine Kinder sowie bei Asthma oder empfindlichen Atemwegen sind nicht alle ätherischen Öle geeignet.

Frau nimmt Nasenspray

Abschwellende Nasensprays

Abschwellende Arzneimittel können eine stark verstopfte Nase vorübergehend öffnen. Sie sollten jedoch nur gemäss Packungsbeilage und nicht länger als empfohlen angewendet werden.

Bei zu langer Anwendung kann die Nasenschleimhaut erneut oder dauerhaft anschwellen. Bei Unsicherheit, bestehenden Erkrankungen oder der Anwendung bei Kindern ist eine Beratung in der Apotheke oder Arztpraxis sinnvoll.

Kochsalzlösungen und pflegende Nasensprays wirken anders als abschwellende Arzneimittel und können je nach Produkt auch länger angewendet werden.

Schnupfen in der Nacht

Eine verstopfte Nase kann das Einschlafen und Durchschlafen erschweren. Folgende Massnahmen können helfen:

  • Schlafzimmer vor dem Schlafen lüften
  • Raum nicht zu stark beheizen
  • Oberkörper leicht erhöht lagern
  • Nase vor dem Schlafen vorsichtig reinigen
  • bei Bedarf eine geeignete Kochsalzlösung verwenden
  • ausreichend trinken
  • Rauch und intensive Raumdüfte meiden

Mundatmung kann Hals und Rachen austrocknen und dadurch Hustenreiz oder Halsschmerzen verstärken.

Frau trink Tee und liest ein Buch

Hausmittel bei Schnupfen

Nasenspülung

  • Eine Nasenspülung mit Kochsalzlösung kann die Schleimhaut befeuchten und Sekret lösen.

Warme Getränke

  • Lauwarmes Wasser, Tee oder eine warme Suppe können als wohltuend empfunden werden und unterstützen die Flüssigkeitsversorgung.

Wasserdampf

  • Feuchter Dampf kann trockene Schleimhäute vorübergehend befeuchten. Auf eine sichere Temperatur ist besonders zu achten.

Ruhe und Wärme

  • Ausreichend Schlaf und körperliche Ruhe helfen dem Körper, sich während eines Infekts zu erholen.

Scharfe Lebensmittel

  • Meerrettich, Ingwer oder andere scharfe Lebensmittel können kurzfristig das Gefühl einer freieren Nase vermitteln. Sie sind jedoch nicht für alle Menschen gut verträglich und können empfindliche Schleimhäute oder den Magen reizen.

Wenn die Nebenhöhlen betroffen sind

Die Nasennebenhöhlen sind über kleine Öffnungen mit der Nase verbunden. Schwillt die Nasenschleimhaut stark an, kann Sekret schlechter abfliessen.

Mögliche Hinweise auf eine Nasennebenhöhlenentzündung sind:

  • Druck oder Schmerzen in Stirn oder Wangen
  • verstärkte Beschwerden beim Vorbeugen
  • zähes Nasensekret
  • verminderter Geruchssinn
  • Kopfschmerzen
  • einseitige Beschwerden
  • ausgeprägtes Krankheitsgefühl

Pflanzenwissen: Eukalyptus

Eukalyptus (Eucalyptus globulus) ist eine immergrüne Pflanze, deren Blätter ätherisches Öl enthalten. Eukalyptus wird traditionell im Zusammenhang mit Erkältungen und den Atemwegen verwendet. Ätherisches Eukalyptusöl ist Bestandteil verschiedener Präparate zur Inhalation oder äusserlichen Anwendung. Es sollte nur gemäss den jeweiligen Anwendungshinweisen verwendet werden.

Passendes Produkt

A.Vogel Nasen-Spray

Zur Linderung der Symptome eines Erkältungsschnupfens mit laufender oder verstopfter Nase.

A.Vogel Nasen-Spray enthält eine physiologische Kochsalzlösung sowie Eukalyptus-, Pfefferminz- und Kamillenöl. Es ist frei von Konservierungsmitteln.

Dies ist ein Medizinprodukt. Lesen Sie die Packungsbeilage.

Wann sollte Schnupfen ärztlich abgeklärt werden?

Eine ärztliche Abklärung ist sinnvoll bei:

  • Schnupfen, der ungewöhnlich lange anhält
  • Beschwerden, die sich nach einer ersten Besserung wieder verschlimmern
  • hohem oder länger anhaltendem Fieber
  • starken Kopf- oder Gesichtsschmerzen
  • starken Ohrenschmerzen
  • ausgeprägtem Druck in Stirn oder Wangen
  • einseitigen Beschwerden
  • häufigem Nasenbluten
  • übel riechendem oder blutigem Nasensekret
  • wiederkehrendem Schnupfen ohne erkennbare Erkältung
  • Atemproblemen
  • Beschwerden bei Säuglingen und kleinen Kindern
  • schweren Herz-, Lungen- oder Immunerkrankungen

Bei plötzlich auftretender Atemnot, starken Schwellungen im Gesichtsbereich oder bedrohlich wirkenden Beschwerden sollte sofort medizinische Hilfe geholt werden.

FAQ: Häufige Fragen zu Schnupfen