A
Sie haben bei Ihren Antworten den Buchstaben A gefunden? Er steht für eine allgemeine Schwächung durch innere und äussere Faktoren.
So deuten zahlreiche Infekte auf eine schwache Abwehrkraft und die Neigung zu Allergien auf eine Überreaktion. Beides zeigt an, dass im Hauptsitz des Immunsystems, im Darm, die Kommunikation von Bakterien, Botenstoffen und Nervensystem gestört ist. Sehr häufig sind daran auch chronische Beschwerden wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Asthma oder Rheuma beteiligt. Ein gesunder Lebensstil ist dann besonders wichtig. Das kann auch Spass machen! Nehmen Sie sich die Freiheit, draussen spazieren zu gehen, auf sich zu achten und sich Stress vom Halse zu halten. Dann können Sie vielleicht auch die Energie finden, ungünstige Angewohnheiten abzulegen.
Tipps:
- Studien zeigen, dass bei vielen chronischen Erkrankungen Heilfasten zum Erfolg führen kann.
- Sie rauchen? Dadurch wird die Lungenoberfläche geschädigt und kann nur noch eingeschränkt Erreger aus der Atemluft filtern. Es gibt gute Programme, um es sich abzugewöhnen. RaucherInnen und AlkoholliebhaberInnen sollten auf Vitamine wie A, C und E achten.
- Sie trinken regelmässig Alkohol? Immer mehr Studien zeigen: Schon geringe Mengen sind ungünstig für das Immunsystem und für die Lebenserwartung. Schon wenige Gläser Wein oder Bier pro Woche irritieren zahlreiche Stoffwechselvorgänge. Zusätzlich verbraucht der Abbau von Alkohol wertvolle Vitamine und Mineralstoffe, die der Abwehr fehlen.
- Sie kommen nicht so richtig in Gang, fühlen sich oft schlapp und müde? Versteckte Entzündungen zeigen sich durch häufige Erschöpfung, eine der häufigsten Ursachen für eine schleichende Schwächung des Körpers ist Parodontose.
- Die Abwehrkraft stärken durch Kälte- und Hitzereize. Wechselduschen, regelmässige Saunagänge oder sich draussen aufhalten. Diese Reize trainieren das Abwehrsystem und sind für fast jeden umsetzbar. Also, zwei bis dreimal die Woche sich bewusst Hitze oder Kälte aussetzen.
- Zu wenig Schlaf macht krank. Trifft auf Sie zu? Nehmen Sie es nicht hin. Kaum etwas schwächt das Immunsystem so wie mangelnde Nachtruhe. Finden Sie die Ursache, stecken dahinter ernste organische Probleme wie Atemnot oder zuckende Beine durch RLS, dem Restless Leg Syndrom? Viele leiden darunter, ohne es zu wissen. Fühlen Sie sich mehr als ein paar Tage im Monat müde, dann machen Sie einen Termin im Schlaflabor.
- Die richtige Raumtemperatur (um die 18 °C), regelmässiger Tagesrhythmus, gut abgedunkeltes und ruhiges Schlafzimmer, eine Wärmflasche an den Füssen – viele Schlafprobleme lassen sich schon durch die richtige Schlafhygiene beheben.
- Wichtig für die Steuerung des Tag- und Nachtrhythmus ist der Botenstoff Melatonin. Steigt er an, ist das das Signal, um alle Körpersysteme herunterzufahren. Bei Schichtarbeit, stressigen Phasen kann das durcheinandergeraten.
B
Der Buchstabe steht für Bewegung oder in diesem Fall für Bewegungsmangel. Kaum etwas ist therapeutisch so wirksam wie ausreichend Bewegung.
Der Kreislauf kommt in Gang, alle Stoffwechselprozesse werden angeregt, die Lunge regeneriert sich und versorgt alle Körperteile mit Sauerstoff. Auch die Psyche profitiert, schon 30 Minuten Walking oder Joggen pro Woche wirken ähnlich antidepressiv wie entsprechende Medikamente.
Wer sich bewegt, baut auch Muskeln auf und setzt damit Heilstoffe frei, die sogenannten Myokine. Sie gehören zu den Interleukinen, die bei der Regulation von Entzündungsreaktionen eine wichtige Rolle spielen. Das Besondere: Nur Muskelzellen können diesen Stoff des Immunsystems produzieren. Eine Kombination aus Kraft-und Ausdauersport kann dauerhafter Müdigkeit entgegenwirken und das Immunsystem stärken.
Aber übertreiben sollten Sie es auch nicht, der Sport soll moderat und mit Erholungsphasen betrieben werden, sonst kehren sich die positiven Effekte auf das Immunsystem wieder um. Ideal sind rund 30 Minuten täglich für die Ausdauer und anderthalb Stunden wöchentlich intensives Training.
Sie sind DiabetikerIn? Schon mit 2,5 Stunden aktivem Spazierengehen pro Woche konnten in einer Studie zwei von drei DiabetikerInnen ihre Medikation reduzieren.
Unsere Empfehlung: Als Einsteiger probieren Sie es zunächst mit etwas mehr Bewegung als sonst und steigern sich langsam. Wenn Sie bisher nur zehn Minuten spazieren waren, dann steigern Sie es in ein paar Einheiten auf 20 Minuten.
Vielleicht hatten Sie mal einen Lieblingssport, den Sie schon länger nicht ausgeübt haben. Dann geben Sie ihm noch einmal eine Chance. Verwenden Sie einen Schrittzähler, das motiviert täglich zehntausend Schritte zu laufen. Wie gesagt, langsames Steigern hilft.
Sie arbeiten im Sitzen? Dann alle halbe Stunde aufstehen, sich strecken und mindestens 1 Minute bewegen.
E
Sie haben selten Zeit oder Lust, sich um Ihre Ernährung zu kümmern. Schade! Dabei ist es so gesund und so lecker, frisches Obst und Gemüse zuzubereiten.
Wie schön, dass während des Corona-Lockdowns viele wieder angefangen haben zu kochen. Perfekt ist eine vegetarische Ernährung mit einem ausgewogenen Anteil an frischem Gemüse, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten.
Haben Sie den Verdacht, nicht ausreichend mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgt zu sein? Dann lassen Sie sich testen. Besonders wichtig für das Immunsystem ist Ihr Vitamin-D-Status. besonders im Winter kann ein Mangel entstehen. Und bei Krankheit, nach Operationen, im Alter und in besonderen Belastungssituationen kann es deshalb sinnvoll sein, bestimmte Mikronährstoffe zusätzlich einzunehmen. Lassen Sie sich von einer Fachperson beraten.
Bei Verdauungsproblemen ist immer auch das Immunsystem betroffen. Für ausgeglichene Besiedlung des Mikrobioms sorgen Lactobazillen aus Naturjoghurt, naturbelassenes Sauerkraut oder schonend gebackenem Sauerteigbrot.
S
Viele S-Buchstaben entdeckt? Ihr Stresslevel ist ganz schön hoch.
Negativer Stress belastet das Immunsystem in besonderer Weise, da die ausgeschütteten Stresshormone den Körper zwar fit für Kampf oder Flucht machen. Aber leider nicht für die Abwehr von Mini-Feinden, den Viren und Bakterien. Vielleicht befinden Sie sich gerade in einer akuten Krise, dann nehmen Sie die Situation als das, was Sie ist: eine Ausnahmephase. Und gönnen Sie sich alles, was Ihnen gut tut. Chronischer Stress ist riskanter, weil er dauerhaft schädigt, ohne, dass man die Signale des Körpers noch erkennt. Den Teufelskreis aus Hektik, Sorgen oder Druck und sich zu schwach zu fühlen, um etwas dagegen zu tun, sollten Sie durchbrechen – mit kleinen Schritten.
Tipp: Gönnen Sie sich jeden Morgen zehn Minuten, in denen Sie zur Ruhe kommen. Einfach nur ruhig dasitzen und immer wieder bis zehn zählen oder sich einen positiven Leitsatz sagen, wie: „Ich bin voller Gelassenheit und werde von Tag zu Tag immer ruhiger und fühle mich allem gewachsen."
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